Saubere Luft durch Zimmerpflanzen

Mag. Dina Elmani
Saubere Luft durch Zimmerpflanzen

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Ohne Photosynthese der Pflanzen – würde es kein Leben geben. Das ist bekannt. Pflanzen können aber (noch) viel mehr, als nur lebenswichtigen Sauerstoff zu produzieren: einige Gattungen befreien auch die Luft von Schadstoffen. Diese lebenden Luftfilter können Asthmatiker in den eigenen vier Wänden durchaus zu ihrem Vorteil nutzen, um ein gutes Raumklima zu erzielen. Zimmerpflanzen für Allergiker verbessern die Atemluft zusätzlich, in dem sie für mehr Luftfeuchtigkeit sorgen. Einen besonders Grünen Daumen zu haben ist nicht erforderlich: ein optimaler Standort und ein bisschen Hege ist schon die halbe Miete, um zu Hause allergie-frei zu atmen.

Bunte Blütenpracht sorgt für gutes Raumklima

Nachtfalterorchideen sind nicht nur optisch ein Aufputz für jeden Wohnraum. Die schmucken Blumen binden gesundheitsschädigende Schadstoffe wie beispielsweise Xylole, die in Kunst- und Klebstoffe verarbeitet werden. Formaldehyd, das bei Kosmetika und Textilien eingesetzt wird und Asthma verursachen kann, filtern Zimmerpflanzen wie Gummibaum oder Philodendron aus der Luft. Diese Arten wandeln die teilweise Krebs erregenden, gefährlichen Kohlenstoffverbindungen um und machen sie unschädlich. Als Tausendsassa hinsichtlich seiner reinigenden Wirkung gilt Spathiphyllum (Einblatt oder Friedenslilie). Diese Zimmerpflanze entschärft viele giftige Inhaltsstoffen des Zigarettenqualms –  namentlich Toluol, Ammoniak und Benzol. Die sehr hübsch weiß blühende Pflanze ist aber mit Vorsicht zu genießen: der Blütenstaub besitzt allergene Stoffe.

Immergrüne Zimmerpflanzen als Luftfilter

Als sehr gute – allergie-freie – Alternative für das Einblatt gilt die in vielen Haushalten beheimatete Birkenfeige, besser bekannt unter der latenischen Bezeichnung Ficus benjamina. Dieses Maulbeergewächs ist in Nepal, Bangladesch und Burma heimisch, aber auch in freier Wildbahn im nördlichen Australien anzutreffen. Die Bäume mit ihren kleinen, kräftig grünen Blättern, erreichen mit einem Stammdurchmesser von bis zu 50 Zentimer, Wuchshöhen von bis zu acht Meter. Als Zimmerpflanze erreicht der Ficus benjamina auch gut und gern zwei, drei Meter. Wichtig ist ein sehr heller Platz, wenig Wasser und auf keinen Fall sollte der Standort verändert werden. Das quittiert er meist mit Abwurf seiner Blätter.

Aloe Vera als Frischluftspender

Im Gegensatz zu Ficus Benjamina ist die Aloe Vera mit ihren dicken, robusten Blättern unproblematisch in der Pflege. Die Echte Aloe, die auch Wüstenlilie genannt wird, ist zudem ein wahrer Sauerstoffspender. Die grüne Heilfplanze mag’s gern sonnig-hell und im Gegensatz zu anderen Pflanzen produziert sie in der Nacht Sauerstoff. Da sie nachts Kohlendioxid aufnimmt – genauso wie Orchideen oder Kakteen – stiehlt sie nicht den wertvollen Sauerstoff der Atemluft. So können Asthmatiker getrost ihren verdienten Schlaf genießen – denn für das gesunde Raumklima sorgen die Grünpflanzen ganz von alleine.

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