Bildrechte: 227808079 / Gecko Studio / bigstockphoto.com
Menschen, die unter einer chronischen Lungenerkrankung wie Asthma oder COPD leiden, sind in ihrem Alltag zahlreichen Belastungen ausgesetzt. Dabei entscheidet die Art der Erkrankung über mögliche Einschränkungen: Liegt etwa ein allergisches Asthma vor, werden gerade die Frühlings- und Sommermonate mit ihrem intensiven Pollenflug zur Qual. Belastungsasthma hingegen verbietet anstrengenden Sport und erfordert möglichst die Vermeidung von Stress. Freilich lässt sich mit der richtigen Planung und Strukturierung auch ein weitgehend beschwerdefreier Alltag organisieren. Das betrifft Arbeit und Freizeit gleichermaßen und gilt in besonderem Maße für den Urlaub.
Pollenflugzeiten beachten oder an den Strand
Asthmatiker, die an einer speziellen Allergie leiden, sollten ihren Urlaub grundsätzlich nicht in die Pollenflugzeit legen oder aber sich Ziele auswählen, die von Pollen verschont bleiben. So sind beispielsweise die Strände und Küsten am Meer zumeist nur von sehr geringer Pollenbelastung. Die üblichen Symptome der Kurzatmigkeit und der vermehrten Schleimentwicklung verschwinden, die Betroffenen können zumindest im Urlaub tief durch atmen. Empfehlenswert sind beispielsweise Wanderungen am Strand, die klare, salzige Luft beruhigt die Lunge und der Organismus wird entlastet. Zudem profitiert die Immunabwehr. Bei Reisen in südliche Gefielde per Flugzeug, sollte auf jeden Fall ein Arzt konsultiert werden.
Ab ins Hochgebirge über 1800 Meter
Ähnlich verhält es sich mit einem Trip ins Hochgebirge. Ab 1800 Meter über dem Meeresspiegel können weder Schimmelpilze noch Hausstaubmilben existieren, ein Umstand, der gerade Allergikern zugute kommen kann. Die in der Regel trockene Luft schont die Bronchien, auch hier sind Wanderungen und ausgedehnte Spaziergänge empfehlenswert. Vorhandene Gräser lösen kaum Beschwerden aus und selbst die manchmal vorhandenen Erlenpollen kommen lediglich in sehr geringer Konzentration vor.
Urlaub auf dem Bauernhof ist tabu
Abzuraten ist hingegen von einem Urlaub auf dem Bauernhof. Tierhaare, oft Auslöser für einen Asthmaanfall, sind dort reichlich und in vielen Variationen vorhanden. Wer sich trotzdem für ein solches Urlaubsziel interessiert, etwa wegen der Kinder, sollten unter jeden Umständen eine Notfallapotheke im Vorfeld mit den nötigen Medikamenten ausstatten. Belastungsasthmatiker sind weniger eingeschränkt. Allerdings sollten sie von anstrengenden Touren Abstand nehmen oder zumindest die Begleiter über ihr Handicap informieren. Gerade bei betroffenen Kinder sind die Betreuer unbedingt über das Asthma zu unterrichten! Im Notfall lässt sich schließlich mit der gängigen Medizin auch ein akuter Anfall wirksam bekämpfen.
Kommentare zu diesem Thema beendet.