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Wer unter einer Bekleidungsallergie leidet, muss beim Kauf von Bekleidungsstücken besonders genau hinschauen. Denn anders als bei Lebensmitteln gilt hier noch keine Kennzeichnungspflicht. Erschwerend kommt hinzu, dass bei dieser Kontaktallergie das auslösende Allergen oft nur schwer bestimmt werden kann.
Textildermatitis: Wenn es unter der Bekleidung juckt
Eine Bekleidungsallergie bedeutet, dass die betroffene Person auf bestimmte Bestandteile oder Inhaltsstoffe von Bekleidungsstücken mit den typischen Allergie-Symptomen reagiert. Dies beginnt mit Jucken und Hautrötungen an den Kontaktstellen, besonders dort, wo die Kleidung eng an der Haut anliegt, also zum Beispiel Armbeugen, Kniekehle oder Leisten. Möglicherweise bilden sich auch Pusteln oder Bläschen und allergische Kontaktekzeme, und im schlimmsten Fall droht sogar ein anaphylaktischer Schock.
Die Allergie-Auslöser einer solchen Textildermatitis lassen sich grob in fünf Gruppen einteilen:
- Faserbestandteile: Die Bestandteile von natürlichen oder synthetischen Fasern sind erstaunlicherweise nur in den seltensten Fällen Verursacher der atopischen Dermatitis. Juckreiz droht allenfalls bei tierischer Wolle (Schurwolle). Baumwolle wird dagegen meist gut vertragen.
- Farbstoffe: Farbstoffe sind besonders problematisch. An vorderster Stelle liegen Schwarz und Dunkelblau.
- Chemische Stoffe: Textilien werden häufig durch chemische Stoffe veredelt. Bei Angaben wie knitterfrei, bügelfrei, schmutzabweisend und separat waschen oder Farbe blutet aus sollten Sie hellhörig werden. Sogar die scheinbar gesunde antimikrobielle Bekleidung ist höchst problematisch.
- Belastungen: Hier sind insbesondere Pestizidrückstände zu nennen, darunter Dioxin, aber auch Schimmelblocker, die den Textilien für den Transport zugesetzt werden.
- Sonstiges: Daneben gibt es noch einige andere Allergie-Auslöser in der Bekleidung. Hierzu gehören die Etiketten, aber auch Chrom in Lederschuhen oder Knöpfe und Verschlüsse aus Nickel und Messing.
Achten Sie beim Kleiderkauf auf Standards und Prüfsiegel
Abhilfe schafft nur das Meiden der problematischen Bekleidungsstücke und Umsicht beim Einkauf. Billige Massenware ist hier eher die schlechtere Wahl. Doch auch bei Öko-Textilien ist gesunde Skepsis angebracht.
Gründliches Waschen und Klarspülen neuer Kleidung schwemmt viele Schadstoffe aus. Weitere Hilfen zum Schutz vor Bekleidungsallergien sind Label wie Toxproof und Oeko-Tex Standard 100 und das Prüfsiegel der Fördergemeinschaft körperverträglicher Textilien.
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